Leonope - was wäre...

Felgenreiniger nur mehr gegen Ausweis

Künstlerische Freiheit

leonope am 16. November 2008 · 14 Kommentare

Was wäre, wenn Du Fotograf wärst und eine Galerie dich bitten würde, für eine Ausstellung ausschliesslich tote Unfallopfer zu fotografieren.

Würdest Du den Auftraggeber fragen, ob er einen an der Waffel hat und empört verweigern, oder würdest Du sofort Kontakt zum Rettungsdienst aufnehmen um bei jedem Unfall live dabei zu sein? Würdest Du´s als die Gelegenheit betrachten endlich das zu präsentieren, was die Leute wirklich schocken könnte, oder würdest Du so deine Zweifel haben und befürchten, dass dies auch das Ende deiner Karriere bedeuten könnte? Würdest Du es schaffen am Unfallort so skrupellos zu sein und nur an deine Kunst zu denken, oder würdest Du bereits beim ersten „Einsatz“ in die Knie geh´n und erkennen, dass dieser Job wohl doch nichts für dich ist? Was wenn dein Auftraggeber wirklich nur die blutigsten und schlimmsten Horrorbilder sehen will und was, wenn Du davor noch nie viel mehr als eine blutverschmierte Nase zu Gesicht bekommen hast?

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bis jetzt 14 Antworten ↓

  • 1 Christian in Wien am 16. November 2008 um 07:08

    ich hab genug schlime sachen gesehen, und wenn die opfer anonymisiert werden oder unkentlich gemacht, warum nicht.

  • 2 Judy am 16. November 2008 um 12:53

    Dito.

  • 3 Cybermami am 16. November 2008 um 23:41

    Vielleicht etwas schwierig zu verstehen. Aber es gibt da tatsächlich echte Künstler unter den Opferfotografen. Brutal ehrlich aber sensibel in der Ausführung. Man sieht alles was man sehen soll aber kein bisschen pietätlos.
    Eine Galerie voll solcher Bilder hat die UNI-Zürich.

  • 4 leonope am 17. November 2008 um 10:31

    @Christian…nix ist mit anonymisieren.

    @Judy…ich bin sicher Du siehst schlimmeres.

    @Cybermami…echt? Muss der totale Spagat sein für einen „Künstler“, so er das wirklich nur aus diesem Blickwinkel sieht.

  • 5 Cybermami am 17. November 2008 um 10:38

    @leonope… na ja, es sind Bilder für Schulungszwecke und wie solche Menschen dazu stehen hab ich keine Ahnung. Aber eine Portion Abgebrühtheit wird wohl schon nötig sein.

  • 6 Judy am 17. November 2008 um 12:01

    Leonope: Da könntes Du durchaus Recht haben…

  • 7 leonope am 17. November 2008 um 20:51

    @Cybermami…verstehe ich sehr gut. Ich habe mich schon oft gefragt wie es wäre wenn ich im Krieg fotografieren könnte. habe nur bis heute keine Antwort darauf gefunden :)

    @Judy…dachte ich mir irgendwie :)

  • 8 Christian in Wien am 17. November 2008 um 20:55

    @leonope

    dann sind es keine schweren unfälle wenn man das opfer noch erkennen kann, da lohnt das bildermachen nicht.

  • 9 leonope am 17. November 2008 um 21:00

    Nicht unbedingt. Reichen abgetrennte Gliedmassen, eingedrückte Schädel und herausragende Knochen nicht?

  • 10 Christian in Wien am 17. November 2008 um 21:24

    herausragende knochen hatte ich schon selber, das ist nicht so schlimm, abgetrennte gliedmassen siehst auch in jedem splatter, wenn dann schon wirklich harte sachen, aufgerissener brustkorb, hauraushngede eingeweide die noch zucken usw

  • 11 leonope am 17. November 2008 um 23:30

    Lebst Du eigentlich in einen realen Leben oder in einen „never ending artificial second world movie“?

  • 12 Christian in Wien am 18. November 2008 um 05:14

    warum, weil ich mir den arm gebrochen hatte? du wolltest doch schlimmste bilder.

  • 13 leonope am 18. November 2008 um 10:40

    Was bitte ist an einem gebrochenen Arm schlimm?

  • 14 Christian in Wien am 19. November 2008 um 06:23

    eben du sagtest ja herausragende knochen wären schlimm, kann ich nciht nachempfinden. wenn man sich den arm bricht kann es halt mal passieren das sich so ein knochen draußen umsieht, wenn er schon mal gelegenheit hat.

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