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März 03, 2007

Blog-Folter – Moralisch richtig?

Geposted in: Randbemerkung

An sich widerstrebt es mir ja, mich zu Kommentaren, von denen ich vorab mal davon ausgehe, dass diese grundsätzlich positiv gemeint sind, in dieser Form zu äussern. Aus dem ganz einfachen Grund, weil ich mit dem Kommentieren der Kommentare auf meinem eigenen Blog sichtbar beschäftigt genug bin…und dafür danke ich allen meinen Besuchern, Freunden, Fans und sonstigen „Verwirrten Seelen“ 😉

Ab und an passiert es aber, dass sich jemand bemüssigt fühlt, mich deswegen herauszufordern, nur weil ich eine Frage gestellt habe, die sich nicht mit den Moralvorstellungen dieser Person decken. Nun gut, dies ist das Recht eines jeden….und so soll es auch sein.Aus diesem Grund handle ich es hiermit ausführlich, ehrlich und „endgültig“ HIER ab. Und ich habe mir auch HIER die Zeit genommen, VORHER über das was ich sagen will, nachzudenken….

Dies war mein Kommentar:

@ -xxx-….zu Deiner Ausführung:

….es gibt moralische und gesellschaftliche Grundwerte, die sind gesetzt und deren Bedeutung sollte weder hinterfragt noch verniedlicht werden….

Meine Antwort darauf:

…möchte ich nur ganz kurz und gleichzeitig auch abschliessend bemerken:

Die Moral wurde vor 2000 Jahren vergewaltigt und versklavt…die gesellschaftlichen Grundwerte, nun, darüber kann man diskutieren, wenn man sich auf den Begriff der “Gesellschaft“ geeinigt hat und welche es ist, die uns WERTE aufoktruiert….mit dem “Verniedlichen“ ist das so eine Sache, ich verniedliche nichts was ein an sich ernstes Thema ist…hat es doch bewiesen, dass sich einige intelligente Leute den Kopf darüber zerbrochen haben, trotz allem…und zur Aussage, dass diese nicht hinterfragt werden sollen kann ich nur sagen: Sobald man aufhört Dinge zu hinterfragen sollte man sch am Besten gleich einäschern lassen, denn dann könnte nämlich WIRKLICH jeder machen was er wollte….wozu sich noch über irgendwas den Kopf zerbrechen, die Gesellschaft hats ja vorgegeben….nein Danke, in aller Freundschaft 😉 Und viel Spass bei meinen nächsten Fragen 😉

und DAS, kam „etwas“ aus dem Zusammenhang gerissen zurück…der Boulevard lässt grüssen 😉

na, dann wollen wir mal! grundsätzlich kann ich leonope noch nicht die freude machen, mich einäschern lassen, obwohl ich meine meinung zur folter definitiv NICHT revidiere 😉

leonope: Ich habe NIE gesagt, dass DU Dich einäschern lassen sollst…..ich sagte ausdrücklich „man“…wobei das mit dem Einäschern ja auch wieder nicht umweltfreundlich ist..zu viel Feinstaub-Belastung…

die aussage:
man mag gesellschaft definieren wie man will, egal ob es sich um einen ameisenhaufen, ein rudel wölfe oder einen menschenstaat handelt, sie braucht regeln, regeln für das zusammenleben die alle einhalten sollen/müssen, sonst funktioniert gemeinschaft nicht. menschen haben im gegensatz zu den tieren den vorteil(?), dass sie ihre regeln vernunftbegründet(?) selbst festlegen können. ohne regeln herrscht untereinander das faustrecht, der physisch stärkere gewinnt und ist irgendwann dadurch ziemlich einsam.

leonope: Regeln im generellen Sinn, JA…aber Regeln, die die heutige „Gesellschaft“ einerseits sich selbst strickt bzw. einer Masse vorschreibt, nur um die Kontrolle über das einzelne Individuum zu behalten und ausüben zu können….NEIN! Es spricht nichts gegen Regeln und manche sind auch absolut notwendig, da gebe ich Dir recht…aber die Anzahl der Regeln, die durch Novellierungen und sonstige nicht immer logisch nachvollziehbare und oft unterschwellig vorgenommene Implementierungen und Anpassungen in bestehende Regeln nachadjustiert werden…sorry, DIESE Gesellschaft ist eine Gesellschaft auf die ich gerne verzichte…und deshalb auch auf deren Regeln.

Zu Deiner Bemerkung zum Faustrecht möchte ich nur sagen, dass dieses doch schon lange herrscht: Früher wurde zugeschlagen und damit war die Sache erledigt. Heute…HEUTE findet dieser „Krieg“ nicht mehr mit Fäusten statt sondern auf psychologischer Ebene. Das Motto ist so effizient wie einfach: Mach sie solange nieder bis sie nicht mehr aufstehen..und dann mache dich ihrer habhaft…..und das Ganze erreicht man durch REGELN, die eine GESELLSCHAFT einerseits selbst schafft und andererseits ZULÄSST. Von 0-24 Uhr, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr, Tag für Tag, wird unser Leben durch Regeln bestimmt, die wir a) gar nicht mehr kennen KÜNNEN, b) nicht mehr kennen WOLLEN und c) uns einfach nicht mehr drum KÜMMERN…und doch sind wir nicht verroht und nicht durch den Umstand „einsam“ weil wir die physisch Schwächeren sind. Wenn schon einsam dann deswegen, weil es in Wirklichkeit keinen mehr interessiert wie es dem anderen geht…..und das kommt unter anderem auch daher, weil keine Zeit mehr für Fragen da ist, die es wert sind „hinterfragt“ zu werden….SOVIEL ZU DIESEM THEMA….mein Buch erscheint in 300 Jahren und keinen wird es interessieren 😉

die moral, also die regeln die für das zusammenleben eingehalten werden sollten, ändern sich und werden durch die gesellschfe selbst laufend neu festgelegt. die moral engt nicht nur den einzelnen ein, sondern sie bietet ihm auch schutz für leib und gut vor den begehrlichkeiten seiner nachbarn. ein gesetztes grundprinzip in unserer gesellschaft ist unter anderem “nicht töten der eigenen spezies“. ob man nun diese gesellschaft mag oder nicht, dieses prinzip wird grundsätzlich anerkannt und eingehalten. keinem schwein käme es heute ernsthaft in den sinn, öffentlich zu hinterfragen ob dieses prinzip bestand hat und ob es nicht doch besser wäre, wenn jeder mit der eigenen artillerie den bösen nächsten bei bedarf umpusten könnte. genau so ein prinzip ist “nicht foltern der eigenen spezies“ auch. und wie bei “nicht töten“ steht es ausserhalb der frage ob folter gestattet sein soll oder nicht.

leonope: Grundsätzlich beginnt diese Ausführung ja schon völlig falsch, da die Moral an sich ja nicht unbedingt mit dem Einhalten von Regeln etwas zu tun hat. Ich kann der Obermoralist sein und mich einen Dreck um irgendwelche Regeln scheren oder aber ich halte alle Regen penibel ein und bin trotzdem ein völliges moralisches Luder…also was nun? Dass es natürlich „Grundprinzipien“ gibt, die das – ich sage es mal vorsichtig so – „friedliche“ Nebeneinander-Existieren ermöglichen, gibt, ist unbestritten und auch richtig. Hat aber nichts damit zu tun, dass ich in der „Üffentlichkeit“ nicht gewisse Sachen hinterfragen darf und es mir als, wie Du es sinnigerweise bezeichnest, „Schwein“ in den Sinn kommen könnte. Mir kommt noch VIEL MEHR in meinen Sinn 😉

Mehr möchte ich zu diesem Punkt gar nicht sagen, da es nicht gerade einfach ist, Deiner Ausführung, die sich relativ wenig um Punkt und Komma schert und deswegen auch sehr ermüdend zu lesen bzw. zu interpretieren ist, zu folgen. Ich habe aber durchaus den Sinn Deiner Botschaft verstanden und irgendwie das Gefühl dabei gehabt, dass Du beim Schreiben dieses Textes mehr als nur „aufgebracht“ warst 😉 und somit Punkt, Aus und Ende….das würde nämlich in die unendlichen Weiten der Moral abschweifen….

zur wirkung:
selbstverständlich kann man alles hinterfragen, insofern war mein ausdruck “nicht foltern SOLLTE nicht hinterfragt werden“ eher unklar und verwirrend. wenn man “nicht töten“ oder “nicht foltern“ ernsthaft hinterfragt, wird man am ende des prozesses feststellen ob man die regeln einhält, weil es einem die eigene moral so diktiert oder ob man sie einhält, weil die übertretung oder missachtung mit strafe durch die gesellschaft bedroht wird. dies zu wissen kann sehr interessant sein, nicht?

leonope: Also was jetzt? Kann man nun alles hinterfragen oder nicht? Und was hat das mit irgendeiner Form von Wirkung zu tun? Ich spüre keine…;) Oder hab ich was verpasst? Bin ich jetzt im falschen Film?…Aber glaub mir, es gibt Menschen, die WOLLEN gefoltert werden und es gibt Menschen die gerne foltern (in welcher Form auch immer)…… wobei sich hier natürlich die Frage stellt ob das nun eine Verletzung von Regeln oder ein Verstoss gegen die Moral oder sogar gegen Beides ist….und ich sage Dir, WIR werden das RICHTIG zu beantworten, nicht in der Lage sein.

die folge:
nach wie vor bin ich der meinung, dass solche themen nicht verniedlichend, öffentlich hinterfragt werden sollen. ich bin aber auch ein puritanischer moralist und sogar ein bisschen stolz darauf, SO einer zu sein. nicht weitersagen! :-)

leonope: Dieses Textkonvolut – und das bitte nicht persönlich nehmen – kommentiere ich nun besser nicht; nur zu unserer „beider“ Sicherheit :)

Ich möchte nur abschliessend zu dieser ganzen leidigen Geschichte, die mir geschlagene 2 Stunden gekostet hat – und ich denke es war die Mühe wert – sagen, dass man es nie allen recht machen kann. Mit oder ohne Regeln, mit oder ohne Moral. Würde ich mich an die moralischen Regeln – was für ein Wortspiel wieder einmal – halten, dann dürfte ich auch mein Headerbild nicht in der Form „öffentlich“ machen, denn es könnte sich ja jemand einen runterholen – um es im Volksmund zu sagen. Was natürlich moralisch verwerflich wäre…was bin ich doch nur für ein gewissenloses Wesen 😉 Ich könnte natürlich stattdessen ein liebes Tierbild reinstellen und auf eitel Wonne machen. Dann könnte es aber sein, dass ich die Sodomisten anziehe, wer weiss schon was sich alles im Netz rumtreibt? Auch das wäre wieder moralisch nicht in Ordnung, obwohl mir ein Sodomist immer noch lieber ist als ein Kinderschänder. Also fallen auch verniedlichende Kinderfotos im Header aus.
Was bleibt mir übrig? Ich könnte natürlich auch ein „Folterbild“ von Amnesty International reinstellen, aber das könnte wieder falsch interpretiert, kranke Phantasien inspirieren und als Aufforderung zu moralisch verwerflichen Aktionen führen, die gegen alle Regeln verstossen…und so weiter und so fort….dies liesse sich endlos fortsetzen.

Ich denke, und da bin ich mir ganz sicher, dass die grosse Masse ein durchaus „instinktives“, richtiges Moralverhalten in sich trägt und im Grossen und Ganzen, „sinnvolle“ Regeln als absolut notwendig erachtet und auch respektiert. Ich bin auch sicher, dass keiner, der sich auf meinem Blog „rumtreibt“ noch nicht erkannt hat, dass es sich hier in erster Linie um einen Spass-Blog handelt, der/das…wie auch immer – Leben einfach nicht so tierisch ernst nimmt und einfach nur für Kurzweil sorgen will. Mehr soll es nicht sein und wenn meine vielen „Leser/Kommentatoren/Freunde/Fans/und sonstigen verwirrten Geister“ der Meinung sind, mir Ihre Meinung sagen zu müssen oder wollen, dann bin ich sicher, dass sie wissen WO sie das tun 😉 Moralisch völlig daneben, gegen alle Regeln verstossend und mit einer ordentlichen Portion Humor, hoffe ich!

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin frohes Schaffen und ersuche höflichst um die Einhaltung aller Regeln, OHNE sie einzuhalten 😉

leonope

cheers 😉


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