Leonope - was wäre...

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Im Tiefflug ins Verderben

leonope am 27. August 2008 · 22 Kommentare

Was wäre, wenn Du bei einer Flugshow wärst bei der zwei Kampfjets kollidieren und brennend in die Menschenmenge stürzen würden?

Würdest Du dich schleunigst aus der Gefahrenzone bringen und nur schauen, dass Du so weit wie möglich weg kommst, oder würdest Du dich in das Chaos stürzen und versuchen den Verletzten irgendwie zu helfen? Würdest Du vor lauter Schock dich überhaupt bewegen können, oder würdest Du auf „Notprogramm“ umschalten und funktionieren wie ´ne Maschine? Würdest Du dich zwischen den zerfetzten Leichen auf die Verletzten konzentrieren können, oder bräuchtest Du nach fünf Minuten bereits selber Hilfe, weil Du den Wahnsinn hier nicht durchdrückst? Was wenn Du mitten drin bist in dem ganzen Alptraum wo Menschen brennen, schreien und verenden und was, wenn der Gestank verkohlter Leichen dir das Atmen schwer macht und Du schleunigst weg musst um nicht selbst zu kollabieren?

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bis jetzt 22 Antworten ↓

  • 1 Paul am 27. August 2008 um 06:20

    Bezieht sich dein Eintrag „Übrigens … lasse ichs krachen“ darauf? 😀

    Ich glaub ich würd die Beine in die Hand nehmen und abhauen. Möglichst schnell und weit weg von diesem Unglück, damit ich nur möglichst wenig davon ansehen muss.

  • 2 Kalisha am 27. August 2008 um 07:21

    Ich würde wahrscheinlich keine andere Wahl haben, als den Urinstinkten zu Folgen: „Rette sich wer kann!“ und „Jeder ist sich selbst der nächste.“ Was bringt es mir anderen zu helfen, wenn ich selber dabei drauf gehe. Außerdem reagiere ich auf offene Flammen eh allergisch.

  • 3 Rufus am 27. August 2008 um 07:25

    Bin ja hin und wieder auch dabei – also schnell ein Foto und dann nix wie weg …

  • 4 Rufus am 27. August 2008 um 07:26

    Oha der Link was missing – tja doch etwas früh … 😉

  • 5 NRj_66 am 27. August 2008 um 08:35

    Nun, wenn ich den Absturz unbeschadet überstehe noch etwas abwarten, ob eine Explosion folgt. Sollte ich nicht unter Schock stehen nachgucken, flach atmen und den einen oder anderen vielleicht begutachten und ein wenig weiter weg bringen. Zum Beispiel ein Kind was weinend glücklicherweise unter seiner Mutter liegt, oder so.
    Ansonsten kann man bei Brandopfern als Amateur wenig machen. Feuerlöscher ect. schleppe ich mit Sicherheit auch nicht mit mir herum.
    Bei Flugplatzfesten mit Kunstfliegern stehe ich aber in der Regel weiter weg. Das Geld für den Eintritt habe ich eh nicht übrig. Hat also mal wieder alles seine Vor- und Nachteile.

  • 6 Michael am 27. August 2008 um 11:23

    Sofern es der Eigenschutz zulässt, würde ich natürlich helfen. Allerdings müsste ich auch, denn wer kraft seines Amtes zur Hilfeleistung verpflichtet ist, kann sich auf die Unzumutbarkeit derselbigen nicht berufen. Würde aber sicher „aufregend“ werden, so ganz ohne richtige materielle und personelle Ressourcen etliche Schwerverletzte möglichst zeitgleich zu versorgen. Als Brandopfer bist du da arm dran, nicht nur wegen der Verbrennung an sich, welche wohl die grausigste Form der Verletzung darstellt, aber die näher gelegenen Verbrennungszentren werden diese Menge schlichtweg nicht mehr bewältigen können.

  • 7 sfh am 27. August 2008 um 12:21

    Voraus gesetzt das ich nicht selber wie gelähmt durch den Schock rumstehen würde,würde ich helfen wo es geht.Erste Gebot bei einem solchen Unglück ist ruhe bewahren sich einen Überblick verschaffen wieviel verletzte in welchem schwere Grad udn dann erst anfangen zubehandeln.Klingt zwar komishc aber so wird es einem als Sani beigebracht.

  • 8 leonope am 27. August 2008 um 16:46

    @Paul…nein, das ist wirklich nur purer Zufall LOL Ich glaube das würden wohl die meisten machen.

    @Kalisha…ok, Du bist natürlich „entschuldigt“ :) Aber wie schon gesagt, glaube ich auch, dass die meisten einfach rennen würden. Oder so schockiert wären um zu erstarren und gar nichts zu tun.

    @Rufus…aber bitte ´en Makro-Aufnahme 😉 Was das Bild betrifft: Hätten alle die jemals dran geglaubt haben, dass dieses Bild real ist sich die Mühe gemacht das Foto genauer anzusehen, hätten sie sofort erkennen müssen, dass es ein Fake sein muss. Denn im Hintergrund sieht man Midtown, was, so wie das Flugzeug auf den Tower zufliegt erkennen lässt, dass es aus New Jersey kommt. Was aber völliger Blödsinn ist weil keiner der beiden Flieger aus dieser Richtung in die Türme flog.

    @NRj…siehst dir das lieber aus der „zweiten Reihen“ an, wie? Ich hab mir ein paar angeschaut und konnte mich nicht zurückhalten mitten drin zu ein. Wenn´s bumst dann bumst es sowieso. Also was soll´s?

    @Michael…Du kannst echt nur hoffen, dass Du niemals in so eine Lage kommst. Ich stelle mir das mehr als „aufreibend“ vor. Sowohl körperlich wie auch psychisch.

    @sfh…fragt sich nur, ob man den Notfallplan wirklich so umzusetzen in der Lage ist, wenn es wirklich mal Realität wird.

  • 9 Rufus am 27. August 2008 um 17:14

    Ist’s wahr? dann stimmen die anderen – Titanic, Hindenburg etc. – womöglich auch nicht … ich bin entsetzt.

  • 10 leonope am 27. August 2008 um 18:07

    Könnte fast so sein 😉

  • 11 Judy am 27. August 2008 um 18:19

    Eigentlich müßte ich auch helfen. ABER: ich denke, im ersten Moment, wenn das Unglück passiert heißt es für jeden erst mal „rette sich wer kann“. Da kann auch ein noch so gut ausgebildeter Arzt nicht dagegen an. Und danach: Kommt drauf an, ob ich selber verletzt bin etcetc. Das ist dann situationsabhängig.

  • 12 Christian in Wien am 27. August 2008 um 18:27

    aus der gefahrenzone bringen, ich bezweifle das ich die ausbildung und das nötige fachwissen habe um tatsächlich schwer verletzten so zu helfen das es ihnen was hilft.

    sollte allerdings meine hilfe gefragt sein, beim bergen oder tragen oder soe, würde ich natürlich helfen, aber nur in absprache mit dem rettungspersonal. es gibt ncihts schlimmeres für die helfer wenn nciht ausgebildete versuchen zu helfen und sie behindern bzw gefährden.

  • 13 leonope am 27. August 2008 um 18:37

    @Judy…ich denke auch, dass es völlig normal wäre, wenn jeder erstmal versucht sich selbst aus der Gefahrenzone zu bringen. Gegen den natürlichen Überlebensinstinkt ist nun mal kein Kraut gewachsen.

    @Christian…Du müsstest doch den Umgang mit Brandopfern gewohnt sein. Bei deinem Job.

  • 14 Christian in Wien am 27. August 2008 um 18:47

    also ich zünde nix an, und ich brenne auch nicht. zudem habe ich in letzter zeit eine imunität gegen strom entwickelt, so das ich es nciht mal mehr spüre wenn ich 230 volt festhalte mit den händen.

  • 15 Michael am 27. August 2008 um 19:16

    @leonope, ist es auch. Nicht umsonst werden bei größeren Ereignissen die Rettungsteams regelmäßig ausgewechselt. Eine so enorme Belastung hält man einfach nicht lange aus.

    Um den Notfallplan wirklich toll umzusetzen, braucht es neben der Theorie auch Praxis und vor allem Routine. Man kann nun einerseits froh darüber sein, dass nicht viele dieser Großunfälle passieren, andererseits wird es dann eben wegen mangelnder Routine u. U. problematisch, wenn´s doch mal vorkommt.

  • 16 leonope am 27. August 2008 um 20:21

    @Michael…kann ich verstehen, dass man da mit mehreren Teams arbeitet.

  • 17 NRj_66 am 1. September 2008 um 12:08

    @Christian in Wien #14
    So, so. Ich habe vor kurzer Zeit dieses „Weidezaungerät“ an Anode und Kathode angepackt. Das hat ordentlich gezwiebelt.
    Und ansonsten hast du sicher Sicherheitsschuhe an und Hornhaut an den Händen.
    @leonope #8
    JA, es gab mal Mädchen in unserem früheren Wohnort. Ist lange her. Hat sich ungefähr so abgespielt:
    Die waren in Spanien campen. Da fuhr ein Tanklaster und verunglückte auf dem Campingplatz oder in der nähe und explodierte. Es gab einen riesen Knall und die Mädchen liefen raus aus dem Appartement, um zu schauen was passiert ist. Bei so Beiträgen muß ich immer dran denken. Sie wären besser noch in den festen Wänden geblieben, dann wären Sie noch am leben.

  • 18 leonope am 1. September 2008 um 12:12

    @NRj…an diesen Vorfall kann ich mich dunkel erinnern glaube ich. Da ist was im Gedächtnis geblieben.

  • 19 sanja am 1. September 2008 um 12:47

    schwer im voraus zu sagen wie man da reagieren würde, voraussichtlich wäre ich total im schock..

  • 20 leonope am 1. September 2008 um 15:43

    Na hoffentlich nicht schockgefroren :)

  • 21 NRj_66 am 1. September 2008 um 23:16

    @leonope #18
    Ja, ich habe mal im I-Net nachgeschaut. Tarragona. Das war ein harter Schlag für viele, besonders weil ein Mädchen das Unglück schwer verbrannt überlebte und als die Eltern das Haus „umgebaut“ hatten und so, starb Sie dann an den Folgen des Unglücks. Die Ärzte waren damals auch auf diesem Gebiet noch nicht so weit und die Versorgung von so vielen Opfern auf einmal wäre auch heutzutage hier in Ballungsräumen nicht machbar.

  • 22 leonope am 1. September 2008 um 23:21

    Tragische Sache.

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