Leonope - was wäre...

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Leben ohne Perspektive

leonope am 21. Februar 2008 · 36 Kommentare

Was wäre, wenn Du voll im Leben stehen würdest und ohne jede Aussicht auf ´nen Job mit 500 Euro im Monat leben müsstest?

Würdest Du dich fragen wie das mit so ´nem Hungerlohn wohl gehen soll, oder würdest Du es locker schaffen damit durchzukommen? Würdest Du dein Auto gleich verkaufen und nur mehr mit den Üffis fahren, oder würdest Du aus deiner Wohnung auszieh´n und dich in ein Rattenloch verkrümeln? Würdest Du beim Essen sparen so das überhaupt noch möglich ist, oder würdest Du dir sogar überlegen, ob Du nicht einmal ´nen kleinen Einbruch wagen solltest? Würdest Du bei der Hygiene sparen und nur mehr Seife nehmen, oder würdest Du die Pillen die Du brauchst ganz einfach nicht mehr kaufen? Was wenn dir Vater Staat sagt, dass 500 Euro für ein ganz normales Leben reichen, doch was wenn Du im Winter nicht mal weisst ob Du es dir noch leisten kannst die Heizung aufzudrehen?

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bis jetzt 36 Antworten ↓

  • 1 Gucky am 21. Februar 2008 um 02:06

    Naja. ich sage nur Hartz IV… da haste noch weniger zum Leben… :-/
    Nun stehe ich nicht mehr in der Blüte meines Lebens und bin nicht ganz fit und deswegen besteht wenig Aussicht, daß sich daran noch was ändert.
    Ich hatte ein kleines Auto, nix Besonderes, eigentlich billig in der Unterhaltung, aber das habe ich abgemeldet, weil es schon 50 € im Monat kostet ohne daß ich einen Km damit gefahren bin.
    Und so mache ich meine Besorgungen mit Öffis. Kostet bedeutend weniger… schränkt aber meine „Bewegungsfähigkeit“ ein.
    Natürlich muß Hygiene sein, aber nur das Mindestmaß.
    Aber ich muß nicht frieren, habe ein Dach über dem Kopf und was zu essen, wenn eben auch nicht viel.
    Locker schafft man es nicht durchzukommen, aber wenn man sich einschränkt, geht es gerade.
    Medikamente brauche ich nicht viel, sodaß auch das gerade noch erschwinglich ist und mein Doc gibt mir oft welche von seinen Mustern, die er schränkeweise hortet… :-) kostenlos natürlich. Damit spare ich mir zumindest die Zuzahlung, meistens jedenfalls.
    Die Frage war also keine „was wäre“, sondern ist grausame Realität !

  • 2 Christian in Wien am 21. Februar 2008 um 05:42

    ich stand vor der wahl was ich tut, und bin ausgewandert.

  • 3 sanja am 21. Februar 2008 um 08:13

    ich hab weniger zur verfügung

  • 4 Paul am 21. Februar 2008 um 09:11

    Hm. Ist ja fast so wie jetzt 😀

    Ne, Spaß beiseite. Ich denke, man kann so schon überleben, allerdings ist der Lebensstandard sehr gering… Ich weiß nicht, ob ich so leben wollen würde. Ich könnte mich davon machen und auswandern :) Aber dafür wirds wohl auch nicht reichen.

  • 5 leonope am 21. Februar 2008 um 11:58

    @Gucky…Du sprichst eigentlich das an was ich hören wollte. Nämlich dass Hartz IV noch weniger ist. Und wie man mit sowas noch leben kann. Hört sich echt mehr nach existieren als nach leben an, was Du da schilderst.

    @Christian…ich hoffe es hat sich gelohnt :)

    @sanja…ohne dir zu nahe treten zu wollen? Wie und wovon lebst Du? Zahlst Du keine Miete, hast Du kein Auto, keine „normalen“ Zahlungen oder hast Du Lebensmittelgutscheine gehortet? :)

    @Paul…ok, Du bist 20 und hast ja noch „Möglichkeiten“ :) Trotzdem weisst Du bereits wie es ist wenn man immer nur Billigmurks einkaufen kann und muss. Wie Du sagst: Lebensqualität ist das keine und auf Dauer so leben würdest Du auch nicht wollen. Und doch müssen Menschen mit noch weniger „hausen“. Ich finde das eigentlich tragisch, dass sowas in dieser Überflussgesellschaft möglich ist. Obwohl es ja gesteuert wird und durchaus im Sinne des „Erfinders“ ist.

  • 6 Paul am 21. Februar 2008 um 12:26

    Leonope, die Aufgabe von Arbeitslosengeld ist es meiner Meinung nach aber nicht, den Menschen einen Lebensstandard zu bieten, sondern ihnen das Überleben zu ermöglichen. Und das ist mit dieser Summe wohl möglich. Und auch wen 347 Euro absolut wenig sind, so darf man nicht vergessen dass es auch weniger sein könnte. Wie beispielsweise Obdachlosigkeit und so etwas.

  • 7 saripari am 21. Februar 2008 um 14:10

    Voll im Leben? Dann würd ich mir erst mal ne Einzimmerwohnung suchen, alles aus meiner alten Wohnung verkaufen, mit dem Geld meine neue Wohnung einrichten (brauch ja nicht viel, näh), und mit 500 Euro im Monat echt gut rumkommen.

    Ich spar an den Lebensmitteln und den Drogen, das is schon mal klar, mehr als 100 Öcken im Monat geht dafür nich drauf, dafür sorgt auch mein gesundes Schnorren. Der Rest geht dann wahrscheinlich bis auf einen minimalen Betrag für die Wohnung drauf, ich rechne da mit 200-300 Euro, für ’ne Einzimmerwohnung zwar immer noch recht gering, aber vielleicht komm ich ja auch in ne WG, dann passt das ja wieder. Der Rest wird jedenfalls zusammengespart und es wird fleißig geschnorrt und gebettelt, bis ich genug Geld habe, um, naja, keine Ahnung… irgendwann wird’s halt.

    Außerdem heirate ich ja reich. Von daher.

  • 8 Gucky am 21. Februar 2008 um 14:29

    Ich denke, die meisten werden sich nicht outen wollen, daß sie Hatz IV bekommen und/oder haben keinen Computer und kein Internet. Ich leiste mir das einfach, weil es mein „Hobby“ war und ist und mir etwas über mein trübes Dasein hinweg hilft. Wie du sschon sagst, es ist mehr ein existieren als leben.
    Es ist schon richtig, was PAUL sagt, es soll eigentlich nicht dafür sein, daß man sich damit „einrichtet“. Aber Realität ist auch, daß niemand mehr einen einstellt, der 60 J. alt und zudem noch nicht ganz gesund ist ! Oder höchstens mit so einem verkackten 400 € – Job, wo ich mir dann auch noch zusätzliche „Stütze“ abholen muß. Damit bin ich nämlich kein Stück weiter, habe Kosten für eine aufwendigere Lebenshaltung.
    Obdachlos muß niemand sein, DAS ist meist selbstverschuldet, wenn man nämlich ein Alkohol- oder Drogenproblem hat. Wenn ich das Geld, was ich für die Miete kriege versaufen würde, stände ich auch bald auf der Straße !
    Obwohl mein Leben eigentlich hier zuende ist… ich bin immer eine Kämpfernatur gewesen und solange noch ein Fünkchen Leben in mir ist, gebe ich nicht auf.

  • 9 Gucky am 21. Februar 2008 um 14:44

    @saripari
    Leider habe ich keine Titten und keine, na du weißt schon, was jemand veranlassen könnte, mir irgendwas zu geben… :mrgreen:
    Sollte ich mal eine Frau finden die vermögend ist und mir einen guten Lebensstandard garantiert weil sie DAS braucht, was ich zu bieten habe… nabitte, nur zu… :mrgreen:
    Ansonsten ist deine Rechnung eine „Milchmädchen“rechnung die zeigt, daß du von den Realitäten noch nicht viel weißt, jedenfalls in dieser Hinsicht nicht !

  • 10 leonope am 21. Februar 2008 um 15:32

    @Paul…ich sage ja auch nicht, dass es mir meinen „Luxus“ sichern soll. Mir ist schon klar, dass es nur eine Hilfe gedacht ist. Wenn ich aber wen mit 347 Euro „abspeise“, der noch dazu solange er gearbeitet hat in eine Kasse einbezahlt hat um im „Notfall“ nicht vor dem Ruin zu stehen, dann finde ich das entwürdigend und als Verarschung. Kein normaler Mensch kann sich eine ganz „normale“ Wohnung und ein ganz „normales“ Leben mit dieser Kohle leisten. Ausser er ist bereits im Dreck aufgewachsen und kennt nichts anderes. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

    Ich rede hier von Arbeitslosen, die aufgrund von „Überalterung“ aus dem Unternehmen „ausscheiden durften“, Langzeitarbeitslose die nicht mehr vermittelbar, weil „zu alt“, „überqualifiziert“, etc. sind und auf einmal vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Deren Leben aber weitergehen muss und die von heute auf morgen (so sie nicht die Millionen angespart und in Liechtenstein in Sicherheit gebracht haben *eslebederzynismus*) „verarmt“ sind.

    Ich rede einfach davon, dass es entwürdigend ist, jemanden wie eine heisse Kartoffel fallen zu lassen und sich dann noch staatstragend dazu zu äussern, dass man gegen die Armut energisch vorgehen muss. DAS ist leider die Realität. Und eine verlogene, Brechreiz verursachende, noch dazu.

    Natürlich kann ich dem Staat nicht abverlangen mir mein „Luxusleben“ zu bezahlen. Ich kann aber sehr wohl von ihm verlangen, den Menschen einen letzten Rest von Würde zu lassen und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, sich aus der Scheisse wo sie drin stecken, wieder raus zu kommen und ihnen nicht auch diese Möglichkeit zu nehmen. Womit ich das System der Arbeitslosenversorgung- und behandlung generell meine. Denn mit 347 bzw. 500 Euro bist Du handlungsunfähig.

    Wenn jemand voll im Leben steht (und damit rede ich von erwachsenen Menschen und nicht von Schülern, Studenten, Azubis, etc.) und mit 500 Euro leben soll, davon Miete, Energiekosten, Versicherungen, Lebensmittel usw. bezahlen und sich möglicherweise auch noch „pflegen“ soll (womit die Hygieneartikel dazukämen), dann setze ich den Wert eines Menschen dem eines Hundes gleich. Denn mit dieser Kohle kannst Du nicht leben, damit kannst Du nur „überleben“. Zum Sterben ist es leider zu viel. Von etwaigen Anschaffungs- bzw. Instandhaltungskosten für Wohnung, oder Kleidung, etc. rede ich dabei nicht einmal. Und all die, die meinen, dass sie damit kein Problem haben und trotzdem locker über die Runden kommen, bezeichne ich als Lügner oder bereits so abgestumpft, dass sie nicht einmal mehr wissen wie man ein menschenwürdiges Leben führt. Aber für die gibt es ja dann noch RTL und die BILD.

    Ich kann und muss mich natürlich immer den monetären Gegebenheiten anpassen und da und dort sparen. Was sicher auch angebracht und vernünftig ist. Ich kann aber nicht mehr von leben reden, wenn ich NUR sparen muss um die Runden zu kommen und mir nichts, aber auch gar nichts nebenbei leisten kann, was etwas Spass ins Leben bringt und einem somit das Gefühl gibt, nicht völlig verarmt und nutzlos zu sein. Was sich am Ende auch volkswirtschaftlich auswirkt, da diese Leute ja sicher alle hochmotiviert und unheimlich produktiv sind. Von gesund mal ganz abgesehen. Dazu müssten sie sich ja auch gesund ernähren. Nur das geht halt nicht, denn gesunde Ernährung kostet auch Geld. Was man leider nicht hat.

    Natürlich hast Du auch recht wenn Du die Obdachlosigkeit ansprichst. Aber sogar die ist nicht immer hausgemacht und es gibt genug Menschen die nach Scheidung, Krankheit, oder sonstigen widrigen Umständen da hinein geschlittert sind. Es muss nicht immer Alkohol und Drogen als Grund dafür herhalten. Das geht schneller als einem lieb ist und eh man sich´s versieht, kann man schon drin stecken. Auch DAS ist dank unseren sozialen Systemen bittere Realität.

    @saripari…Du bist Überlebenskünstlerin. Um dich mach ich mir keine Sorgen. Du checkst das und machst sogar daraus noch ein Geschäft LOL Aber ehrlich: Wo zum Henker treibst Du um 200 Euro eine Wohnung auf? Ich meine, hier in Wien z.B. bekommst Du um 200 Euro bestenfalls ein Klo in einer WG. Ausser Du ziehst in die „Bronx“ von Wien. Und sogar dort kostet dich eine Ein-Zimmer-Wohnung um die 300-400 Mäuse. So Du nicht in eine C-Standard-Souterrainwohnung ziehen willst.

    @Gucky…mit dem „outen“ könntest Du recht haben. Was auch verständlich wäre. Wer gibt schon gerne zu, dass er „verarmt“ ist? Du siehst das alles natürlich sehr richtig, nur das mit der Obdachlosigkeit sehe ich anders. Wie schon im Kommentar an Paul erwähnt. Oft ist ein Alkohol- oder Drogenproblem auch FOLGE der Obdachlosigkeit. nach dem Motto: Jetzt ist sowieso schon alles egal. Was AUCH verständlich wäre, irgendwie.

  • 11 Gucky am 21. Februar 2008 um 16:30

    Natürlich hast Du auch recht wenn Du die Obdachlosigkeit ansprichst. Aber sogar die ist nicht immer hausgemacht und es gibt genug Menschen die nach Scheidung, Krankheit, oder sonstigen widrigen Umständen da hinein geschlittert sind. Es muss nicht immer Alkohol und Drogen als Grund dafür herhalten.

    Auch bei mir haben diese Gründe zu meiner momentanen Situation geführt. Ich trinke keinen Alkohol, bin aber kein geheilter „Säufer“… :-) und nehme keine Drogen.
    Wenn ich dieses Problem auch noch am Halse hätte, könnte ich mit dem bißchen Geld diesen Süchten nicht mehr nachgehen und/oder würde schnell aus jeder Wohnung wieder rausfliegen, weil ich wahrscheinlich die Miete nicht mehr bezahlen könnte bzw. würde.
    DAS könnte z. B. EIN Grund für Obdachlosigkeit sein. Natürlich nicht der Einzige.

  • 12 Gucky am 21. Februar 2008 um 16:32

    Huch… 😯 ich wollte eigentlich etwas rumtricksen… :-)
    Der erste Absatz ist ein Auszug aus DEINEM Kommentar.

  • 13 Paul am 21. Februar 2008 um 16:43

    Du vergisst aber, dass bei Hartz4 der Staat die Miete zahlt und noch so einiges mehr. Natürlich ist das Geld arg knapp, aber ich habe nun schon genug Berichte von Leuten mit Hartz4 gelesen die über die Runden kommen.
    Über die Menschenwürde in diesem Fall muss man gar nicht weiter reden, natürlich wird sie mit Füßen getreten. Genauso bei den 1-Euro-Jobs, wo man sich richtig schön verarscht fühlen darf wenn man sieht dass man beispielsweise im Kindergarten die gleiche Arbeit macht und dann nur einen Bruchteil des Gehalts der Kollegin bekommt und vielleicht sogar noch qualifizierten Leuten den Job besetzt hält.

    Natürlich wäre es schön, wenn auch Menschen ohne Arbeit ein menschenwürdiges Leben genießen könnten. Aber: Wer soll das Bezahlen? Der Staat hat zwar die Lizenz zum Gelddrucken, muss aber darauf achten dass immer noch ein Gegenwert da ist. Und die öffentlichen Kassen sind leer, auch weil hierzulande eine Zeit lang über die Verhältnisse gelebt wurde.

    Und zu guter Letzt: Auch als Schüler, Azubi und Student kannst du bereits voll im Leben stehen. Oder wie nennst du die 20jährige Azubine, die ihre Tochter durchbringen muss, gleichzeitig das Schulgeld für ihre Ausbildung auftreiben und dann noch ein eigenes Leben führen muss/will? Mehr im Leben gehts gar nicht.

    Ich für meinen Teil weiß jetzt schon wie ichs mache, ich werde sobald ich Geld verdiene jeden Cent sparen und möglichst gewinnbringend anlegen… Ich will allerdings nicht dabei sein, wenn das Sozialsystem zusammenbricht und das alles in einer Explosion endet.

  • 14 leonope am 21. Februar 2008 um 16:58

    @Gucky…hast Du sicher recht damit. Dann könntest Du dir echt die Kugel geben.

    @Paul…das wusste ich nicht, dass man mit Hartz IV die Miete bezahlt bekommt. Egal wie hoch sie ist? Oder bekomme ich vorgeschrieben wie hoch sie sein darf?

    Zum Rest stimme ich dir zu, bis auf den Umstand, dass halt die Kassen leer sind. Klar sind sie das. Aber nicht weil die Leute arbeitslos sind, sondern weil sie zu einem grossen Teil auch durch „intelligente“ Wirtschafts- und Sozialpolitik arbeitslos gemacht werden, während sich die „Elite“ ihre Claims und Pfründe sichert.

    Wie ich die 20-jährige Azubine nennen würde willst Du wissen? Nun, einfach dumm. So brutal es klingt. Wenn ich eh schon am Hungertuch nage um irgendwie durchzukommen und meine eigene Ausbildung auch noch nicht mal abgeschlossen ist, dann darf (sollte) ich auch keine Kinder kriegen. Womit wir wieder mal bei einer bereits gestellten Frage angelangt wären :) Aber ehrlich: Auch wenn´s hart ist. In so einer Situation ein Kind in die Welt zu setzen ist unverantwortlich. Sich selbst gegenüber und erst recht dem Kind gegenüber. Beschweren darf ich mich dann aber nicht mehr.

    Was dich persönlich angeht: Du bist bereits mittendrin im Zusammenbruch des Sozialsystems und wirst die „Explosion“ hautnah als „Zeitzeuge“ miterleben dürfen. Ist doch auch was, oder?

  • 15 Paul am 21. Februar 2008 um 17:23

    Sicherlich gibts da eine Begrenzung. Wenn du also allein ein 220qm-Penthouse bewohnst, wird dir das sicherlich nicht bezahlt werden, stattdessen wird dir die nette Dame von der Agentur für Arbeit sagen, dass du vielleicht eher in eine Zweizimmerwohnung umziehen sollst (deswegen sind in Berlin übrigens die Preise für Wohnungen mit einer geringen Raumanzahl nach oben geschossen, denn da es in Berlin überdurchschnittlich viele Arbeitslose gibt die auch mehr Wohnungen benötigen, sind solche Kleinwohnungen natürlich stark gesucht).

    Die Sache mit dem Kind sei nun mal dahingestellt, ich persönlich würde es nicht kriegen wollen weil ichs nicht versorgen könnte und den Stress nicht haben möchte (außerdem bin ich da selbst noch viel zu viel Kind). Sie hats aber. War auch nur als Beispiel gedacht um dir zu zeigen dass auch Azubis, Studenten und Schüler mitten im Leben stehen können. An der Aussage habe ich mich nämlich ein wenig gestoßen.
    (Ich könnte dir da übrigens auch ein anderes Beispiel geben, nämlich das der Bankkauffraus-Azubine, die 200km von ihrer Familie entfernt in einer Großstadt lebt und dort allein über die Runden kommen muss. Ist auch mitten im Leben)

    @Zusammenbruch: Ich freu mich schon. Nicht nur das ich werde arbeiten können bis ich tot umfalle (langweile ich mich im Alter wenigstens nicht), nein, eine soziale Absicherung gibts auch nicht. Am besten ich greif mich 60 zum Strang und aus ists.

  • 16 leonope am 21. Februar 2008 um 18:02

    @Paul…alles klar mit der Miete. Hab auch nicht angenommen, dass man mir meinen 16-Zimmer-Palast weiter bezahlt LOL Ist aber hier in Wien auch so. Du kriegst eine 2-Zimmer Wohnung kalt um die 500 bis 800 Euro, je nach Bezirk. Dafür kriegst Du aber eine 3 oder sogar 4-Zimmer-Wohnung um 800 bis 1000 Euro. Natürlich geht´s auch etwas teurer :) Oder billiger. Da lebst Du dann allerdings wirklich in einem Loch.

    Das mit dem „voll im Leben“ war auch nicht abwertend gemeint, sondern eher auf ein Alter bezogen, dessen es bedarf um in „der Mitte des Lebens“ zu stehen. Mein Haus, mein Auto, mein Pool, mein Boot, mein Absturz :)

    So wie Du allerdings an die Sache rangehen wirst, wirst Du nicht vor die Hunde gehen, da Du ja weisst was auf dich zukommt. Du wirst dir schon deine Mäuse zusammenhalten und sicher nicht in einem Rattenloch hausen müssen. Dafür schätze ich dich viel zu zielstrebig, vernünftig und vorausschauend ein.

  • 17 Gucky am 21. Februar 2008 um 18:42

    Wie leonope schon sagte, sind über die Runden kommen und leben zweierlei. Und mit leben meine ich nicht, im Luxus zu schwelgen.
    Bezahlt wird bei Hartz IV zwar die Miete, aber in einem eng begrenzten Rahmen. 45 qm und eine Obergrenze für die Miete. DAS reicht kaum für eine Zweizimmerwohnung. Irgendwie war da mal was die Obergrenze nach den ortsüblichen Mietpreisen anzupassen, aber ich weiß nicht, was daraus geworden ist. Also jetzt bei einer alleinstehenden Person. Bei Famlien erhöht sich das ein bißchen und für eine richtig große Wohnung muß man ganz viele Kinder oder viele anspruchsberechtigte Personen haben.
    Weiterhin wird zwar Heizung und Wasser bezahlt, aber Strom und WARMwasser werden dir von dem Geld abgezogen, was du für den Lebensunterhalt bekommst. Und dann sind das keine 345 (oder sind es neuerdings 347 ?) Euro mehr, sondern etwa 29o €.
    Vielleicht erklärt sich DARAUS auch Obdachlosigkeit, denn Wohnungen zu finden, die diesen „Vorschriften“ entsprechen, sind nicht so leicht zu finden.
    Wie ich gehört habe, tolerieren manche ARGE´s einen höhere qm-Zahl, wenn die Preisobergrenze nicht überschritten wird oder man eben bereit ist, den Differenzbetrag von dem Lebensunterhaltsgeld abzuzweigen. :-(

  • 18 Christian in Wien am 21. Februar 2008 um 19:13

    @leonope

    also ich zahle hier im 20. (5 gehminuten von der ubahn) für 30 qm (küche, bad mit wanne, abstellraum, wohn-schlafzimmer, flur) etwas mehr als 300 euro, einbauküche, waschmaschine, frisch renoviert (neue böden, neue gestrichen, strom, gas, wasser erneuert) inklusive.

    und ja, es hat sich gelohnt hierher zu kommen, trotz der privaten katastrophen in der partnerschafft war es definitiv eine der besten entscheidungen die ich je getroffen habe.

  • 19 ChiefJudy am 21. Februar 2008 um 20:17

    Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie es wäre, hier in München von so wenig Kohle leben zu müssen :( . Wenn ich mir alleine die Mieten so angucke… Und überhaupt… Da ginge mit 500€ im Monat nicht sehr viel!

  • 20 leonope am 21. Februar 2008 um 20:27

    @Gucky…45 qm sind natürlich ausreichend für eine Familie *zynismus an* Ich glaube DAS ist es was mich an Hartz IV so aufregt. Dass einem zu allem Unglück auch noch vorgeschrieben wird auf wieviel qm man zu leben hat und/oder darf, wenn man seinen Job losgeworden ist. Hört sich wie Zwingerhaltung für Hunde an. Mehr ist es nämlich nicht.

    @Christian…naja, 300 Mäuse für eine Ein-Zimmer-Bude ist ja auch nicht von schlechten Eltern. Sag ja, um 200 Euro kriegst Du in Wien ein Klo. Nicht persönlich nehmen. Aber der 20. Bezirk ist ja eigentlich die Bronx (oder besser gesagt, der türkische Aussenposten) von Wien.

    Aber immerhin bist Du happy. Das kann auch nicht jeder von sich sagen :)

  • 21 leonope am 21. Februar 2008 um 20:28

    @ChiefJudy…glaub ich dir aufs Wort. Irgendwie „überleben“ geht immer. Oder zumindest meistens. Aber „leben“? Nie und nimmer.

  • 22 Christian in Wien am 21. Februar 2008 um 20:34

    @leonope

    ich bin zufrieden hier, und in meinem haus wohnen nur österreicher und ich. und wenn ich die mietpreise in münchen so ansehe oder in berlin oder hamburg, dann ist das nicht schlecht hier, vor allem wenn man eben bedenkt das die wohnung komplett saniert und auch teilweise eingerichtet ist.

  • 23 Gucky am 21. Februar 2008 um 20:51

    Für etwas mehr als 300 € kann man ja in einer Großstadt auch nicht meckern. Zumal wenn alles inklusive ist. DAS zahle ich hier „auf dem Lande“ auch, allerdings für ein paar qm mehr.
    Und bei der Wohngegend hat man nicht mehr sooo die große Auswahl.

  • 24 leonope am 21. Februar 2008 um 20:53

    @Christian…naja, für eine Baustelle 300 zu verlangen wäre dann wohl doch etwas dreist :) Aber wenn sie teilweise eingerichtet ist, ist es ok. Kann schon sein, dass nur „Österreicher“ drin wohnen. Der 20. ist aber trotzdem der der meist „verbalkanisierte“ Bezirk Wiens.

  • 25 Gucky am 21. Februar 2008 um 20:55

    Och… 😯 jetzt haben die Türken Wien doch noch erobert ? :-)

  • 26 leonope am 21. Februar 2008 um 20:58

    @Gucky…das haben sie schon lange. Nur hat man es bis jetzt immer erfolgreich abgestritten :)

  • 27 Christian in Wien am 21. Februar 2008 um 20:59

    @leonope

    ich weiß, aber zum einen wohnen die am anderen ende des 20 bezirks, und zum anderen gibt es mehr deutsche als türken in österreich 😉

    ausserdem hab ich nichts gegen die leute, einer meiner besten arbeitskumpel ist türke :-)

  • 28 leonope am 21. Februar 2008 um 21:09

    Am anderen Ende ist gut. Du sitzt mitten drin LOL Ich hab auch nichts gegen „manche“. Ich geh sogar immer zu ihnen einkaufen 😉

  • 29 Gucky am 21. Februar 2008 um 21:11

    @Christian
    Es hat keiner was gegen Türken gesagt. Ich habe selber in Berlin mit einem Türken zusammen gearbeiten (damals war ich allerdings noch jünger) und wir haben uns blendend verstanden. Auch sprachlich, da er perfekt Deutsch sprach. Also jedenfalls so die Umgangssprache.

  • 30 ChiefJudy am 21. Februar 2008 um 21:53

    Ich geh auch immer um die Ecke beim Türken einkaufen. Preiswert ist das aber auch nicht…um wieder einigermaßen aufs Thema zurückzukommen LOL.
    Btw: Die Türken sind schon viel weiter als Wien.. :)

  • 31 ChiefJudy am 21. Februar 2008 um 21:54

    ..als IN Wien…

  • 32 leonope am 21. Februar 2008 um 23:13

    @ChiefJudy…also meiner ist echt günstig. Bei dem kauf ich für ca. 10-15 Euro verschiedenstes Gemüse für die ganze Woche ein. Und ja, die Türken haben ja mittlerweile Berlin übernommen :)

  • 33 ChiefJudy am 21. Februar 2008 um 23:40

    JA, die machen das ganz hinterhältig und schleichend… 😉

  • 34 leonope am 21. Februar 2008 um 23:43

    Jetzt nicht mehr. Die sind in die Zwischenzeit so viele, dass sie ganz frech „Ey, Platz da“ schreien, wenn Du ihnen den Weg auf der Strasse nicht frei machst :)

  • 35 Christian in Wien am 23. Februar 2008 um 09:25

    und egal, türken hin oder her, auf jeden türken in österreich kommt mehr als ein deutscher in österreich, es sind mehr piefke hier als türken.

    ausserdem sind die türken das netteste volk der welt, wo sonst kommen 10 leute auf dich zu und fragen „hast du problem“ 😉

  • 36 leonope am 23. Februar 2008 um 12:08

    LOL

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