Leonope - was wäre...

Felgenreiniger nur mehr gegen Ausweis

Inshallah im Amtstalar

leonope am 12. Oktober 2007 · 33 Kommentare

Was wäre, wenn bei den nächsten Wahlen in deinem Ort ein als ziemlich „streng“ bekannter Moslem Bürgermeister würde?

Würdest Du dir sagen, dass auch er ein Recht hat Politik für deinen Ort zu machen und ihn bei seinen Plänen unterstützen, oder würdest Du es als Skandal empfinden weil diese Leute jetzt auch schon die Ämter unterwandern? Würdest Du dagegen protestieren und wenn nötig sogar wegzieh´n aus dem Ort, oder würdest Du erst schauen was der „Neue“ denn so drauf hat und das Ganze mal sehr aufmerksam verfolgen? Würdest Du ´ne Petition auflegen und ´ne Unterschriftensammlung starten für ein „moslemfreies“ Amtsgebäude, oder würdest Du sogar gespannt sein, was denn jetzt so alles kommt in diesem öden Kaff in dem Du lebst? Was wenn der neue Bürgermeister meint, dass als erstes gleich ein neues Zentrum für alle „Freunde des Islams“ gebaut wird und was, wenn sich die rechten Ecken darauf melden und mit einem „flammenden Inferno“ drohen?

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bis jetzt 33 Antworten ↓

  • 1 Schmetterling am 12. Oktober 2007 um 00:29

    … das so was kommen könnte, ist gar nicht so abwegig. Denn die Deutschen wandern immer mehr der Minderheit entgegen. Gut finde ich es nicht, aber bloß, da ich von Vorurteilen aus Presse und Fernsehen gefüttert bin. Wenn es seine Sache gut macht, warum nicht. Aber, ich glaube, wir sind noch nicht so weit anderen Kulturen zu vertrauen. Es würde nur Choas geben.

  • 2 Paul am 12. Oktober 2007 um 08:30

    Ein Bürgermeister muss erstmal demokratisch gewählt worden sein. Und wenn er demokratisch gewählt wurde, dann muss er ja offensichtlich die Prinzipien des deutschen Rechtsstaates vertreten. Zu denen gehört auch eine strikte Trennung von Staat und Kirche/Konfessionsgemeinschaft. Folglich kann der gute Mann privat ein sehr strenggläubiger Moslem sein, im Amt hat das draußen zu bleiben. Wenn nicht, wird er ganz schnell wieder abgewählt… Abgesehen davon, dass er allein eh keine Entschlüsse treffen darf, sondern diese mit der Stadtverordnetenversammlung oder wie das heißt, abstimmen muss.

    Und wenn der gute Mann in da town wirklich die Scharia einführen will, bzw. es den Anschein von nicht ganz seriöser Politik (hehe, jetzt musste ich lachen wegen des Widerspruchs in sich), dann kann man ja wirklich Bürgerinitiativen und Co. starten, um ihn aus dem Amt zu hebeln.

  • 3 leonope am 12. Oktober 2007 um 11:11

    @Schmetterling…ich denke, dass es nicht so abwegig ist, wir aber trotzdem noch ein Stück davon entfernt sind. Würde wahrscheinlich für zu viel Auifregung sorgen.

    @Paul…nun ja, man kann sich auch verstellen :) Es HAT draussen zu bleiben wie Du richtig bemerkst, die Frage ist nur ob es für ihn auch möglich ist. Ich denke es ist ein interessantes Gedankenspiel wie die „Masse“ und die Medien VORHER reagieren und was passiert, wenn wirklich einer ins Amt kommt. Der strapazierte Begriff der „Toleranz“ würde meiner Meinung nach sehr schnell verflogen und „unbekannt“ sein.

  • 4 Paul am 12. Oktober 2007 um 11:23

    Wenn es nicht möglich ist, dann ist der gute Mann ganz offensichtlich ungeeignet für diesen Posten.
    Was mich jetzt interessiert, ist die Tatsache der anderen Denkweise. Ein strenggläubiger Moslem wird einige Dinge sicherlich anders sehen als der großteil der hierzulande leben Religionslosen. Daraus könnte sich dann eine Menge Konfliktstoff ergeben… Der müsste ja nichtmal fundamentalistisch sein, er müsste nur einfach anders denken als die Menschen hierzulande…

  • 5 leonope am 12. Oktober 2007 um 11:29

    @Paul…genau das ist es ja. Was würde sich alles „ändern“ bzw. von welchem Blickwinkel wird an Lösungen rangegangen. Und wie wird das alles mitgetragen, wenn überhaupt.

  • 6 Paul am 12. Oktober 2007 um 11:40

    Nun, es kommt halt drauf an wieviel „Macht“ er hat, also inwieweit er seine Sicht der Dinge durchsetzen kann. Normalerweise kann ein Bürgermeister nicht diktatorisch regieren, er muss sich da wieder auf verschiedene Gremien berufen und diese ins Stadt-regieren mit einbeziehen.
    Im Endeffekt würd ich sagen, dass es in diesen Gremien dann heiß her geht, aber der Bürger gar nicht mal soviel mitbekommt von diesen Meinungsverschiedenheiten.

    Es sei denn, da sind nur noch strenggläubige Moslems in den Räten. Aber die könnten ja zumindest hierzulande (noch) nicht ihre Beschlüsse durchsetzen.

  • 7 Paul am 12. Oktober 2007 um 11:41

    Nachtrag: Weil der Großteil der Bevölkerung deren Maßnahmen nicht tragen würde.

  • 8 leonope am 12. Oktober 2007 um 11:47

    @Paul…was interessant wäre herauszufinden :) Die Unterwanderung einer Stadt mit ganz perfiden Strategien und auf einmal wird die Kicche im Dorf abgerissen. Oh man, da wäre mal so richtig Feuer am Dach.

  • 9 Paul am 12. Oktober 2007 um 11:49

    Ich glaub eher, dass die Menschen sich heutzutage mehr aufregen, wenn McDonalds, das Zeichen für westliche Lebenskultur geschlossen wird.

  • 10 leonope am 12. Oktober 2007 um 11:56

    Damit könntest Du nicht einmal so falsch liegen. Traurig :( Aber wahr :)

  • 11 Soulkeeper am 12. Oktober 2007 um 12:08

    Was würde ich tun? Vermutlich einfach weiter meine politische Arbeit machen. Ob da jetzt ein Moslem Bürgermeister ist, spielt keine Rolle. Er benötigt Mehrheiten im Rat und um diesen Rückhalt muß er ja in seiner Partei genauso kämpfen, wie jeder andere Bürgermeister auch. Vielleicht sogar noch etwas mehr.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Arbeit für die jeweilige Opposition etwas einfacher werden könnte.

  • 12 leonope am 12. Oktober 2007 um 12:11

    @Soulkeeper…herzlich willkommen in des Wahnsinns Zirkuszelt :) Hm…hört sich schlüssig an. Und die Opposition könnte endlich „richtig“ scharf schiessen, oder wie? :)

  • 13 Soulkeeper am 12. Oktober 2007 um 12:45

    Naja, Du stellst so eine Frage ja auch nicht ohne Grund. Wenn es etwas normales wäre, wäre die Frage obsolet. Wenn es etwas außergewöhnliches ist, nutzen Parteien dies in der Regel dazu, sich zu profilieren. Sie beziehen Stellung.

    Und ich habe eine Ahnung, welche Partei in welche Richtung rückt, falls sich die Frage mal stellt. Es gäbe vermutlich auch einen deutlich wahrnehmbaren Rechtsruck.

    Das alles gilt für den Wahlkampf. Da dürfte es heiß hergehen. Beim politischen Tagwerk wird sich nicht viel ändern. Politik kann schon recht langweilig sein. Wenn man keinen genehmigten Haushalt hat und über Pflichtausgaben diskutiert, ist man ziemlich schnell in der harten Realität angelangt. 😉

  • 14 leonope am 12. Oktober 2007 um 12:57

    @Soulkeeper…das siehst Du richtig. Ich denk mir schon was dabei :) Den Rechtsruck, wie Du ihn bezeichnest…gibt es den nicht schon lange? Und ist es ehrlich gesagt verwunderlich wenn er passiert? Mich wundert es nicht, um ehrlich zu sein. Es wird doch alles was dafür „tauglich“ ist instrumentalisiert und in „bsaisgerechten“ Häppchen verteilt um das Feuer am Glosen zu halten, oder?

    Aber wie Du sagst, der Wahlkampf hat seine eigenen Regeln und Tagespolitik stell ich mir auch mehr oder weniger lähmend vor. Wobei aber auch da Kalkül dahintersteckt und vieles hausgemacht ist. Meine Meinung.

  • 15 Lucky#Slevin am 12. Oktober 2007 um 15:24

    YO! Meine Eltern sind am Start? Dick.. hab ich schon erwähnt dass ich dann aus- und wegziehen?… shizzle.

  • 16 leonope am 12. Oktober 2007 um 15:46

    @Lucky#…wie konnte ich das nur vergessen? Endlich ab auf die Marquesas, oder wie? :)

  • 17 MuGo am 12. Oktober 2007 um 17:40

    Hm, Bürgermeister. Klar, was sollte ich dagegen haben? Da kann er keinen Schaden anrichten und höchstens die Unterstützung fürs kurdische Gemeindezentrum aufstocken…

  • 18 leonope am 12. Oktober 2007 um 17:44

    @MuGo…auf wessen Kosten?

  • 19 Paul am 12. Oktober 2007 um 17:54

    Na is doch klar: Auf Kirchen-Kosten! Die ist doch schließlich abgebrannt und muss nicht mehr unterhalten werden :)

  • 20 leonope am 12. Oktober 2007 um 17:58

    @Paul…hab ich übersehen, sorry. Siehst Du? So schnell ist die Kirche vergessen :)

  • 21 Christian in Wien am 12. Oktober 2007 um 20:21

    Wenn er gewählt wird, warum nicht. Was ist an einem Moslem anders als an einem Christen, einem Protestanten, einem Juden oder sonstwem? Warum zum Geier glaubt die halbe Welt das Moslems sich unterscheiden und minderwertig sind?
    Wir leben alle auf einem Planeten, wir alle glauben an was, der eine an das Messer in der Hosentasche, der andere an Gott egal wie er ihn nennt.

    ich höre jetzt auf sonst reg ich mich wieder auf ….

  • 22 leonope am 12. Oktober 2007 um 20:27

    @Christian in Wien…Du sollst dich ja nicht aufregen :) Das ist ungesund und schadet dem Teint LOL Ich weiss es nicht warum sich „die halbe Welt“ darüber aufregt, sag´s uns.

  • 23 lars am 12. Oktober 2007 um 20:35

    also wenn man in bayern lebt, lebt man ja auch unter fundamentalisten, wenn auch christlichen, so what? wenn der offen dazu aufruft irgendwen zu diskriminieren wird er halt abgesägt. und streng nach dem koran zu leben ist glaube ich mal gar nicht so schlecht. er muss halt nur alle anderen religionen auch tolerieren.

  • 24 Paul am 12. Oktober 2007 um 20:49

    Dann isses aber nicht mehr streng nach Koran.

  • 25 leonope am 12. Oktober 2007 um 20:54

    @lars…das beisst sich. Da hat Paul nicht unrecht. Ohne jetzt das Leben nach dem Koran zu diskrimineren.

  • 26 MuGo am 13. Oktober 2007 um 02:28

    @leonope:

    Hoffentlich auf Kosten der christlich-adventistischen Gemeinde oder einer sonstigen anderen religiösen Einrichtung! Und wenn ein fundamentaler Moslem zum Bürgermeister gewählt wird, gibt es in einem solchen Ort auch keine Christen mehr, die man nennenswert fördern müsste. Eben von den Bürgern für die Bürger!

  • 27 leonope am 13. Oktober 2007 um 10:21

    @MuGo…na dann. Ran an die Wahlurnen :)

  • 28 sancho am 13. Oktober 2007 um 19:53

    ich würd mich verhalten wie bisher. ich würde aber damit rechnen, dass mein umfeld konservativer ist als ich gedacht hätte

  • 29 leonope am 13. Oktober 2007 um 19:59

    @sancho…alles nur Scheinliberale :)

  • 30 lars am 14. Oktober 2007 um 10:11

    also ich kenne ne menge moslems, die ich als streng gläubig beschreiben würde. die wollen aber auch nur leben. was ich mache und was ich glaube wird von denen toleriert. und vor denen habe ich weniger angst als vor der csu…

  • 31 leonope am 14. Oktober 2007 um 11:15

    @lars…na da hast Du aber nochmals Glück gehabt, dass die tolerieren was Du glaubst und machst :) Nein, Scherz beiseite, ich kann gut vestehen was Du meinst. Manchmal machen einem die eigenen Parteien mehr Angst als vieles andere. Wen wundert´s?

  • 32 sanja am 17. Oktober 2007 um 08:53

    sehen wir der realität ins auge – islam ist für die kronenzeitung (= österreichs mehrheit) was das judentum für deren großeltern war

  • 33 leonope am 17. Oktober 2007 um 09:53

    @sanja…Du hast die „Österreich“ vergessen. Die ist das schlimmste Blatt was ich je in Händen gehalten habe. Die schlägt sogar die BILD und die SUN :)

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