Leonope - was wäre...

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Geld oder Leben

leonope am 24. März 2007 · 37 Kommentare

Was wäre, wenn Du einem geliebten Menschen nur mit einer Organspende von Dir sein Leben retten könntest?

Würdest Du nicht lange überlegen und sofort zusagen, weil das selbstverständlich für Dich wäre oder würdest Du versuchen einen anderen Spender für ihn zu finden? Würdest Du bedenkenlos eine Niere geben oder hättest Du viel zu viel Angst, dass Dir dabei selbst etwas zustossen könnte? Wäre das nach Abwägung aller Vor- und Nachteile ein doch zu grosses Opfer für Dich oder ginge Dir die „Nähe“ zu diesem Menschen über alles? Und was, wenn Du dabei das Geschäft Deines Lebens sausen lassen müsstest?

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bis jetzt 37 Antworten ↓

  • 1 Caipi am 24. März 2007 um 00:02

    Hrhr, das hab ich mir schon mehrmals überlegt. Ich würds machen. Ganz kompromisslos. Es ist jemand den ich liebe, von daher geht das klar. Da kann dann kommen was wolle, es wird gespendet.

  • 2 konna am 24. März 2007 um 00:02

    Wie ich bei einer anderen Frage schon sagte: Über Familie und Freunde geht mir nichts. Natürlich würde ich mich sofort bereit erklären, eine Niere zu spenden, auch wenn die Erfolgswahrscheinlichkeit unter 50% liegt oder es „nur“ 1-2 Jahre helfen würde. Ich hab zwar ziemlich Schiss vor Operationen und Krankenhaus, aber natürlich ist es mir das Leben einer geliebten Person wert, keine Frage. Da kann man mir noch so viel bieten, da lass ich alles stehen und liegen.

  • 3 konna am 24. März 2007 um 00:03

    Verdammt -.-

  • 4 leonope am 24. März 2007 um 00:07

    @caipi + konna….da gibts eigentlich nix dazu zu sagen…ausser, dass sich betroffene Person glücklich schätzen könnte, Euch zu haben. Klarer geht ´ne Antwort nicht. Hut ab .. und Gratulation an caipi 😉

  • 5 Matthias am 24. März 2007 um 00:12

    ² conna & caipi.. ihr beide versucht wohl wer am frühesten kommt.. ähh schreibt 😉

    würde auch bei einem Familienmenschen ohne wenn und aber spenden.. ist halt family ob man sich nun jeden tag sieht oder einmal im jahr zu weihnachten..

    lg

  • 6 Lucky#Slevin am 24. März 2007 um 00:22

    Jederzeit, und wenn es meine Lungeng sind, ich würde es tun. Das wäre für mich keiner einzigen Überlegung wert außer: Liebe ich diese Person, ja/nein, und das ist die einzige. Denn ich könnte niemals wieder glücklich sein wenn ich wüsste, dass jemand auf meine Hilfe verzichten musste.

    Leider, muss ich dazu fügen, leider betrifft das allerdings jeden Bereich meines Lebens. Das ist keine Selbstlosigkeit sondern irgendeine Minderwertigkeitsstörung oder so, jedenfalls definiere ich mein Glück immer durch das Glück anderer (dass ich am besten verursacht habe). So ist das nunmal: Wenn ich jemanden liebe, und diese Person glücklich machen kann, und zwar egal ob auf materielle oder sonstige Weise, dann bin ich auch glücklich.. und viel zu oft wurde mir schon gesagt: Sara, du bist zu nett für die Welt, das ist nicht gut! Denn viel zu oft wird’s auch ausgenutzt.

    Ich muss mehr Stärke zeigen.

  • 7 Caipi am 24. März 2007 um 00:24

    Japp, die Blutsbande… Würds aber auch für meine beste Freundin machen oder halt andere (richtige) Freunde.

  • 8 konna am 24. März 2007 um 00:30

    @ Lucky#Slevin:

    Das kenn ich sehr gut. Ist mir auch schon häufig passiert, dass ich ausgenutzt wurde, weil ichs halt immer gut gemeint habe. Will das aber nicht weiter breit treten. Man muss sich, auch wenn es schwer fällt, auch mal überwinden und „nein“ sagen können. Manchmal müssen manche Leute sich einfach selbst helfen und ihren Karren aus dem Dreck ziehen. Auf Dauer kann es nämlich auch sehr frustirerend sein, wenn man hilft und hilft und man bekommt nur sehr wenig oder gar nichts zurück, obwohl man seine ganze Kraft aufgebracht hat. Es ehrt dich aber, dass du dein Glück durch das Glück anderer beziehst. Im Grunde geht das bei mir auch so, aber ich kann auch mal glücklich sein, auch wenn es jemand anderem nicht so gut geht, auch wenn ich ihn sehr mag oder liebe, vor allem, wenn man nichts daran ändern kann. Ein wenig ausgewogen muss man da schon sein. Denn was bringt das traurig sein, das verbessert die Situation auch nicht.

  • 9 blondesalien am 24. März 2007 um 00:32

    Das erinnert mich an eine ganz tragische Geschichte. Eine Freundin von mir mußte zusehen, wie ihr kleiner Bruder dahinsiechte und durfte ihre Niere nicht spenden, weil sie noch nicht volljährig war. Er ist gestorben und sie hat später, als sie schon längst erwachsen war, einmal versucht, eine Organspende durchzusetzen. Aber, das scheiterte, obwohl sie kein Geld wollte, an der strengen Gesetzgebung.
    Ich vermute, sie litt unter Schuldgefühlen und wollte das kompensieren. War es in diesem Fall nun gut oder schlecht, daß das Gesetz eine Spende verboten hat? Hm, sehr schwierig.

    Aber zur Frage:
    Ich denke, wenn jemand aus der Familie oder der Lebenspartner betroffen ist, stellt sich die Frage gar nicht. Klar würde ich da spenden. Ich würde auch für meine beste Freundin spenden, aber ich glaube, auch das darf man in Deutschland nicht (bin mir nicht sicher, aber ist Organspende nicht nur innerhalb der Familie bzw. Lebensgemeinschaft erlaubt?)

    Die Vorstellung, jemanden, den ich liebe, leiden zu sehen, obwohl ich das ggf. verhindern oder abmildern könnte, ist so schrecklich. Man müsste schon recht abgebrüht sein, um das ertragen zu können.

  • 10 Schmetterling am 24. März 2007 um 00:46

    … eine nachdenkliche, ehrliche und auch wichtige Frage… Natürlich will man Dem, den man liebt, helfen. Ohne Frage… ABER, warum wird jemand krank? Soll nicht jeder aus seiner Situation lernen oder sogar sterben dürfen? Hilft es , seine eigene Gesundheit, dem abzugeben, der etwas zum dazulernen hat? Ist es nicht besser, selbst gesund und in dem Fall „vollständig“ zu sei, um helfen zu können? … echt schwer zu beantworten. —– Ganz spontan…. ich würde aus Liebe alles hergeben. Ob`s Richtig ist, muss ich noch überdenken.

  • 11 Schmetterling am 24. März 2007 um 00:48

    … aus lauter Emotion ganz vergessen: Schönes Header! :)

  • 12 Muschi Gonzalez am 24. März 2007 um 00:54

    Ich würde spenden! Und ja, Lebendspenden sind in Deutschland nur innerhalb der Familie erlaubt (wegen Organhandel).

  • 13 Caipi am 24. März 2007 um 00:56

    Soll heißen, wenn meine beste Freundin eine Niere braucht und ich zufälligerweise der richtige Spender wäre, dürfte sie die nicht kriegen?? Ich glaubs ja wohl nicht-.-

  • 14 leonope am 24. März 2007 um 01:10

    @Lucky#Slevin…nun, als Minderwertigkeitsstörung würde ich das nicht gerade abtun…ist doch schön wenn es Dich glücklich macht wenn andere glücklich sind. Ich kenne genug Menschen bei denen ist es genau umgekehrt :) So wie es allerdings bei Dir aussieht, hast Du eine ausgeprägte soziale Ader und leider Gottes hast Du dabei mit dem Ausnutzen recht…so sind die meisten Menschen nun mal , sky…

    @caipi…ich meld mich dann bei Dir wenn meine Leber dran ist :)

    @konna….zu Deiner Bemerkung bezüglich helfen und helfen ….das sind die so genannten „Energiediebe“. Die saugen Dich aus bis Du selbst keine Kraft mehr hast und benutzen Dich im Grunde genommen nur als geistigen Mülleimer. Und ziehen dann weiter, wenn Du bereits aus dem letzten Loch pfeisft. Deswegen ist es sicher richtig wenn Du meinst, man müsse auch mal „Nein “ sagen. Allein schon zum Selbstschutz 😉 Nur ist das eine ganz spezielle „Kunst“, die nicht immer so einfach ist wie es sich anhört 😉

    @blondesalien…hmm…schwer da was G´scheites drauf zu sagen. Abgesehen davon, dass dieses Erlebnis jeden sein Leben lang begleiten wird, ist es natürlich ein grosses Fragezeichen, ob hier ein Gesetz zum Vor- oder Nachteil ist. Schwierig, ich denke das kann man gar nicht verallgemeinern sondern müsste es einzeln betrachten…schwer…zugegeben…

    Zum Rest: Hab ich auch irgendwie erwartet von Dir 😉

    @schmetterling…nun, ich denke, dass sicher keiner „absichtlich“ krank wird, auch wenn er selbst möglicherweise bewusst zu seiner Krankheit beigetragen hat. Manchmal braucht man dann halt Hilfe. Und wenn ich davon ausgehe, dass dieser Jemand zwar das Recht hat, sich aus dem Leben zu „verabschieden“, er aber LEBEN will, dann stellt sich naturgemäss die Frage nach einem Spender. Ich weiss nur nicht genau, was Du mit dem „dazulernen“ meinst….soll dieser jemand lernen zu „sterben“? Um vielleicht eine andere Erfahrung zu machen? Und wenn ich nicht mehr „vollständig“ bin, wäre ich dann krank und/oder nicht mehr gesund?

    …und danke, für den Header 😉

  • 15 leonope am 24. März 2007 um 01:14

    @caipi…so wie das aussieht, wie es Muschi sagt…hätte Deine Freundin wohl Pech gehabt. Das muss man erst mal setzen lassen…starker Tobak, anyway…

  • 16 Caipi am 24. März 2007 um 01:48

    Nun, wir leben in der Mitte Europas. Ich denke nicht, dass es in allen angrenzenden Ländern ebenfalls verboten ist…

  • 17 leonope am 24. März 2007 um 01:59

    @caipi….seh ich auch so…

  • 18 Schmetterling am 24. März 2007 um 02:03

    … tja, wie soll ich`s erklären? ohne gleich ein Buch zu schreiben 😉
    also ich versuch es kurz zu machen:
    Wird jemand krank, lass es Niere, Leber, Lunge, Magen oder sonst was sein… hat man das selbst verursacht und… und das ist jetzt wichtig: kann es auch selbst wieder richten!… wenn nicht, dann soll es auch nicht sein! Klingt jetzt hart, aber ist so. Aber einfach so ein Organ auswechseln wäre nicht der richtige Weg. Natürlich hängt das schon von den Umständen ab. Das ist richtig.
    Aber als gesunder Mensch, eine Niere oder ein anderes Organ abzugeben, ich weiß nicht, ob das wirklich hilft, wenn man dann bald selbst Hilfe braucht?! Ist doch besser als gesund dem anderen zu helfen zu gesunden. Es gibt so viele Möglichkeiten! Aber nicht einfach nur Organe verpflanzen!… die dann auch noch abgestossen werden… weil… weil es eben nicht sein soll… aber das geht jetzt schon ins esoterische…
    Wie schon gesagt, dass jetzt weiter auszuführen würde zu lang werden.
    Eines ist auf jeden Fall klar… meinen „Nächsten“, dass muss nicht immer nur die Verwandschaft sein, würde ich auch sofort helfen.
    Das Thema ist wirklich schwer zu beurteilen, genau wie Sterbehilfe.

  • 19 leonope am 24. März 2007 um 10:08

    @schmetterling..also das mir dem sebst verursachen einer Krankheit
    möchte ich ehrlich gesagt SO nicht stehen lassen, obwohl viele unserer „Wehwehchen“ sicher „hausgemacht“ sind. Aber es gibt durchaus Krankheiten, die man selbst nicht abwehren bzw. beeinflussen konnte. Ich suche mir z. B. nicht aus ob ich eine bakterielle Infektion eines Organes aufgrund von Umwelteinflüssen bekommen WILL oder nicht…so weit geht das selbst schuld sein wieder auch nicht 😉

    Ich teile Deinen Meinung insofern mit Dir, dass vieles natürlich psychisch bedingt ist, aber ich kann und möchte nicht ALLES auf die Psyche abwälzen. Beim Gesunden helfen ist ok und ehrenwert, aber manchmal muss man auch zu drastischeren Mitteln greifen.

    Ich werde kaum jemanden nur bei der Hand halten wenn er kurz vor einem Blinddarm-Durchbruch steht, sondern ihn in ein Krankenhaus bringen wo ihm „operativ“ geholfen werden muss. Da geht nur mit psychischem Beistand, Homöopathie, etc. halt nichts mehr…obwohl ich ihr durchaus viel abgewinne und das mit der Selbstheilung bis zu einem gewissen Punkt aus eigener Erfahrung sogar nachvollziehen kann.

    Abschliessend möchte ich noch sagen, dass ich das weniger als esoterisch betrachte sondern es eher in die Abteilung „Alternative – bzw. sogar Neue Medizin von Ryke Geerd Hamer einreihe. Was allerdings, wie Du richtig bemerkt hast, ein eigenes Thema wäre 😉

  • 20 Perdix am 24. März 2007 um 11:14

    Du machst es einem aber auch schwer!

    Nun… wozu sind wir auf der Erde? Um anderen und uns Freude zu bereiten und damit unsere Seelen sich weiter entwickeln.
    Wenn jemand in Not ist, würde ich selbstverständlich helfen. Ich würde sogar mein Leben riskieren. Besonders bei Freunden und geliebten Mitmenschen. Helfen kann ich aber nur solange wie es mir selbst zunächst erst einmal gut geht.

    Wenn ich also ein oder mehrere Organ(e) spende, werde ich über kurz oder lang nicht mehr fähig sein anderen wirklich helfen zu können. Menschen sind keine Maschinen an denen man jedes (Ersatz)teil einfach austauschen kann. Dafür sind wir nicht geschaffen. Viele Beispiele zeigen dies. Wir sind mehr als nur physikalisch-chemische Reaktionen.

    Ich kenne (kannte) einige Menschen die mit einem oder mehreren Fremdorganen „leben“ dürfen oder mussten. Da möchte ich lieber tot sein. So hart wie das klingen mag.

    Möchtest du jahrelang wartend am Telefon verbringen bis irgendwann ein Spenderorgan auftaucht was dann falsch entnommen wurde. Oder wenn es richtig entnommen wurde die Operation dich umbringt. Da würde ich lieber das bisschen Leben das mir noch bleibt nutzen so gut es geht. Was ich habe weis ich…!

    Bevor wir geboren werden, suchen wir unser Leben und unseren Körper selbst aus (im übrigem auch unsere Eltern). Wenn jemand schwer krank wird, so hat er sich das selbst ausgesucht, um im ewigen Lernprozess seiner Seele voran zu kommen. Ich schweife schon wieder vom Thema ab.

    Um deine Frage zu beantworten:
    Ich würde helfen wo es geht, aber Organspenden halte ich für sehr fragwürdig, überflüssig, nicht notwendig und nutzlos.

    Wenn du einem hilfst er in Not ist, wird er sich an dich erinnern wenn er wieder mal in Not ist. (nicht ganz ernst gemeinter alter überlieferter Spruch) 😕

  • 21 konna am 24. März 2007 um 11:15

    Um der Frage vielleicht auch eine andere Seite zu geben, da wir uns ja fast alle recht einig sind: Wie wäre es denn, wenn der/die glückliche Empfänger/in euer Organ ablehnt, weil euch kein Schaden entstehen soll? Würdet ihr euch dem Wunsch beugen oder einfach hinter dem Rücken durchsetzen, dass die Transplantation trotzdem geschieht?

  • 22 leonope am 24. März 2007 um 11:24

    @Perdix..Ich werde das mal für den Moment so stehen lassen….ich möchte nicht in 1 Minute etwas sagen, was an sich ein paar mehr (zum Nachdenken) erfordert :)

    @konna…das ist auf jeden Fall eine gute Frage. Sehr gute Frage!

  • 23 Caipi am 24. März 2007 um 11:47

    Eine verdammt gute Frage. Was tun? Wenn der geliebte Mensch hinwegsiecht, man ihm helfen will und kann, und diese Geste, die wohl zu den menschlich größten, die es gibt, nicht angenommen wird? Im Falle von sehr viel älteren Menschen könnte ich es vielleicht verstehen. Da kann mans von dem Standpunkt sehen, dass sie ein Leben hatten und mir wünschen, ebenfalls und ohne Beeinträchtigungen zu leben. Es würde mir zwar das Herz brechen, aber verstehen könnte ich es. Ob ich dann nicht heimlich die Transplantation durchsetzen würde, weiß ich nicht.
    Anders würde es aussehen, wenn (ich nehm sie jetzt mal einfach als Beispiel) meine beste Freundin in der Lage wäre. Wenn sie ein Spenderorgan von mir nicht annehmen wollen würde- was dann? Wenn das Nicht-Annehmen den sicheren Tod bedeutet? Das ist so ein großes Problem… Vermutlich müsste man erstmal die wirklich ganz genauen Gründe für das Ablehnen kennen. Und dann würd ich viiiiiel viel reden, um sie zu überzeugen, es doch noch anzunehmen. und das würde dann schon klappen… Hoffe ich.

    Hoffentlich kommen geliebte Menschen nie in sone Lage.

  • 24 Schmetterling am 24. März 2007 um 13:01

    … genau dass habe ich erwartet, das Du das ansprichst. Ich wollte es auch noch berüchsichtigen, war bloß zu müde gestern und wollte den Blog nicht zuschreiben.
    Neuer Tag, neuer Platz 😉
    Also: Du hast da völlig Recht. Was kann man dafür, wenn man sich versucht gesund, mit seis Salat, Paprika unn Co, zu ernähren und schiebt sich nur die Pestizide und sonstigen Kerbsmacher rein. Auch kann man nichts dafür, wenn die Umwelt dermaßen vergiftet ist, dass man nur noch krank werden kann.
    Trotzdem kann man nicht damit anfangen, den menschlichen Körper als austauschbares Objekt zu behandeln.
    Das mit der Psyche ist klar und das man zu „drastischen Mitteln“ greifen muss, ist in der heutigen Zeit auch nicht mehr wegzudenken. Ist ja auch ok, wenn man einem geliebten Menschen dadurch nicht verliert.
    Aber, … wo fängt es an, in die Natur einzugreifen und wo hört es auf ??

  • 25 diejule am 24. März 2007 um 14:11

    also, das thema kommt mir ja so bekannt vor. Das war die letzte Folge von „Dr. House“. Da war ein lesbisches pärchen und eine davon war totkrank und brauchte eine Neue leber (wollte aber eigetnlich mit ihrer freundin schluss machen, hat sich noch nicht getraut es ihr zu sagen). Die Freundin hat natürlich ohne wenn und aber ihre Leber gespendet (was ja auch für sie selbst eine Lebensgefahr darstellte!!- das ist ja nicht einfach so eine operation mit routine da kannst du selbst als spender ja auch hops gehn!)
    Am ende stellte sich heraus, dass die Spenderin schon wusste das ihre freundin mit ihr schluss machen wollte und sagte dann am ende: „nun kann sie nicht mehr gehen, ich habe sie für immer für mich“
    Also ist scheiße bei so einem Thema eine Serie anzubringen als Beispiel aber das war auch ein Punkt wo ich nachgedacht habe, das selbst menschen die du liebst so eine situation irgendwann einmal ausnutzen können. Also ganz klar wenn es um meine Eltern/verwante ginge, würde ich ohne wenn und aber mein Leben aufs spiel setzen und mein Organ spenden! Ohne Frage! Bei freunden, ja hört sich hart an, aber da würde ich überlegen müssen.
    Erst recht nachdem ich soetwas gesehen habe, auch wenn es eine serie war aber.. entspricht auch der realität, Menschen sind eben nunmal eigennützig. Ich wüsste nicht ob ich eine Spende annehmen könnte von einem Freund, klar möchte ich nicht sterben, aber weiß nicht was derjenige danach von mir verlangt, ich könnte ja nix ablehnen, ich meine wäre ihm für immer zum Dank verpflichtet und immer in seiner schuld. Das wäre ne riesige last die immer und ewig auf einem liegen würde.

  • 26 leonope am 24. März 2007 um 14:41

    Hoch interessant zu sehen, wie und wohin sich diese Frage hier entwickelt…..ist auf jeden Fall keine Frage die sich generell in drei, vier Sätzen beantworten lässt, sondern so wie es aussieht eine Grundsatzdiskussion auslöst, die ebenso viele weitere Fragen aufwirft…ich lese auf jeden Fall sehr interessiert und aufmerksam die Kommentare….tolle Statements und Ansichten, anyway…

  • 27 Caipi am 24. März 2007 um 14:54

    Tscha, genau dieser Standpunkt mit dem „Dem Spender etwas schuldig sein“ hab ich mir auch überlegt. Es stimmt gewissermaßen… Man macht sich durch die Annahme so einer Spende mehr oder weniger abhängig.
    Andererseits ist derjenige, der bei geliebten Menschen eine Gegenleistung verlangt für sowas, mMn schäbig.

  • 28 Lucky#Slevin am 24. März 2007 um 15:10

    @DieJule: Da wirfst du natürlich etwas auf, worüber ich bisher noch gar nicht nachgedacht habe- es ensteht eine Abhängigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass es mir so überaus schwer fällt, von Menschen Dinge anzunehmen, ich jedoch die meiste Zeit den emotionalen Tampon bzw. Geldgeber spiele, wenn es drauf ankommt, und mich das dann auch noch zufrieden stellt- weil die Leute dann an einen gebunden sind.

    Allerdings würde ich das natürlich nie so hart ausdrücken und darstellen. Ich behaupte, es wäre Karma: You Get What You Give/What Goes Around Comes Around. Wenn ich jemandem etwas Gutes tu, so ist es (zumindest nicht bewusst) deshalb, weil ich ihn an mich binden möchte, sondern weil ich weiß, dass ich später mal durch meine guten Taten belohnt werde, wenn du verstehst. Und jemandem einen Gefallen tun kann durchaus später mal das eigene Glück fundieren bzw. unterstützen. Ist daran etwas falsch? Es ist egoistisch, von mir aus, aber es ist zumindest nicht rücksichtslos, jedenfalls nicht immer.

    Schlecht wird es erst, wie in meinem Fall, wenn es eben *alleine* nicht geht. Ich kenne so viele Menschen, die sich selbst glücklich machen können, aber bei mir reicht’s schon, wenn ich jemanden sehe, der *nicht* glücklich ist, sodass es mich umhaut. Ich mache mich selbst abhängig davon, wie es anderen geht, also *muss* ich zwangsweise alles drum geben, diese Menschen glücklich zu machen – für mich selber. Das ist doch krankhaft, oder?

    Genau deshalb könnte ich auch niemals bei so einer Frage, Organspende oder nicht, nein sagen- ich wüsste, für mich ist da mehr auf dem Spiel als für die anderen. Für die anderen heisst es krank sein, für mich hieße das ein Leben geplagt von endlosen Schuldgefühlen und eine verschwendete Existenz, denn ich wäre gar nicht zu trösten.

    Hab den Faden verloren. Ich geh Knut suchen.

  • 29 Lucky#Slevin am 24. März 2007 um 15:11

    Ach damnit, Caipi war schneller 😛

  • 30 konna am 24. März 2007 um 17:50

    Es ist echt wirklich interessant. Vor allem wenn man wirklich beide Seiten intensiv beleuchtet.
    Ich selbst würde ohne zu zögern spenden für meine Familie und für die besten Freunde.
    Doch wie ist es, wenn ich selbst in der Lage wäre, dass ich einen Spender brauche? Mir wäre es durchaus lieber, würde sich ein Spenderorgan finden, dass keinem Lebenden mehr entnommen werden muss. Natürlich würde es mir sehr schwer fallen, eine Spende anzunehmen und jemand wichtigen somit einer Gefahr auszusetzen und dessen Lebensqualität eventuell zu verringern.

    Zu dem Abhängigkeitsverhältnis, dass entstehen könnte: Caipi hat durchaus Recht. Wer etwas gibt, nur damit der andere eine ewige Schuld mit sich trägt, ist wirklich schäbig. Ich würde daher nur Spenden von Leuten annehmen, bei denen ich mir sicher bin, dass sie es nicht ausnutzen werden. Und falls ich doch daneben liegen sollte und sie es ausnutzen, dann muss man doch soweit „Arschloch“ sein und nicht mitmachen. Organ zurückfordern geht ja nicht.
    Alles nicht so ganz einfach …

    P.S.: @diejule: Die Folge von Dr. House hab ich auch gesehen 😀

  • 31 claudi am 9. Januar 2008 um 19:08

    andre frage würdet ihr wen ihr selber eine niere bräuchtet überhaupt von freunden eine haben wollen?

    ich meine klar das hört sich jetzt komisch an aber es ist auch ne große gefahr für die person die es dir spendet

    nicht immer wachen die menschen aus der betäubung wieder auf es können auch bei dieser person so schwere probleme auftreten das sie nacher selbst stirbt

    ich meine könntet ihr nacher mit dem gewissen leben das ein sehr guter freund z. b. stirbt und das nur damit du selbst lebst?

  • 32 Christian in Wien am 9. Januar 2008 um 19:11

    eine niere kann man entbehren, ich würde sie als spenden.

  • 33 leonope am 9. Januar 2008 um 19:16

    @claudi…herzlich willkommen hier :) Gefahrlos ist es für keinen. Aber die Medizin ist heute so weit, dass solche Transplantationen fast schon zur täglich Routine gehören. Komplikationen können immer und überall auftreten. Davor ist keiner gefeit. Aber wenn ich durch eine Organspende weiterleben kann würde ich dieses „Teil“ ohne nachzudenken nehmen 😉

    @Christian…das stimmt. Ob ich allerdings eine spenden würde weiss ich ad hoc aber nicht. Bin sowieso schon nicht mehr vollständig LOL

  • 34 Christian in Wien am 9. Januar 2008 um 19:18

    @ nana, du wirst doch ncihts wichtiges vermissen 😉

    aber mir fehlen auch schon ein paar kleinigkeiten :-)

  • 35 leonope am 9. Januar 2008 um 19:21

    Nicht wirklich. Aber war trotzdem ganz nützlich :)

  • 36 Christian in Wien am 9. Januar 2008 um 19:22

    meins war auch nützlich, geht aber auch ohne

  • 37 Christian in Wien am 9. Januar 2008 um 19:23

    und ein paar dinge waren eher störend 😉

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